Zaubern, Jonglieren, Kugel laufen, Seiltanz, Fakirkünste, Akrobatik, Rope-Skipping und „Clown sein dürfen“ standen für eine ganze Woche (5.3.2012-10.3.2012) auf dem Stundenplan der Schülerinnen und Schüler der Lindenschule Aachen. Das Ziel: Eine große Aufführung vor öffentlichen Publikum am Ende der Projektwoche!

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Groß war die Überraschung am Montag Morgen bei den Schülerinnen und Schüler der Lindenschule: Statt Rechnen, Lesen, Schreiben standen auf einmal ihnen vertraute Gesichter aus der Schule, der OGS und einige Eltern in der Manege und zeigten eine einstündige Zirkusaufführung in einer aufgebauten Manege in der Turnhalle. Die Aufführung wurde einige Wochen zuvor im Rahmen einer eintägigen Fortbildung  mit Unterstützung des pädagogischen Zirkus ZappZarap einstudiert. Nach der Darbietung waren dann die Schüler gefragt: Sie sollten sich nun entscheiden, was  sie in der bevorstehende Projektewoche üben und bei der abschließenden öffentlichen Aufführung am Ende der Woche vorführen wollten.

In festen Gruppen wurde fleißig geübt und geprobt. Die Gruppen wurden durch Lehrer, Erzieher und Eltern unterstützt. Ebenso halfen die Mitarbeiter des pädagogischen Zirkus ZappZarap. Am Samstag schließlich konnten die jungen Artisten zeigen, was sie in der Woche gelernt hatten und ernteten vor fast ausverkauften Reihen aus dem Publikum ihren wohlverdienten Applaus.

Die Kinder hatten große Freude daran, ihre Nummern zu üben und vorzuführen. Das Zirkusprojekt verfolgte aber auch handfeste pädagogische Ziele. Denn im Scheinwerferlicht zu stehen, stellt für die Schülerinnen und Schüler eine besondere Herausforderung dar. Der Weg dorthin – das Zirkusprojekt – bietet einzigartige Lernchancen wie kaum ein anderer Unterrichtsgegenstand:

  • Sie üben ausdauernd und haben beim Üben ein konkretes Ziel vor Augen.
  • Sie lernen, sich etwas zuzutrauen
  • Sie lernen im Team und erkennen, dass in der Gruppe, jeder sein Bestes geben muss, damit alles gut gelingt. Gleichzeitig erfahren sie, dass die Hilfestellung der Gruppe jeden einzelnen sichert und trägt.
  • Sie üben, professionell und sehr konzentriert im Scheinwerferlicht zu stehen, und genießen Erfolg, Anerkennung und Applaus – so machen sie positive Lernerfahrungen.
  • Sie üben, in eine andere Rolle zu schlüpfen und können belastende Dinge abstreifen.
  • Mit Balanceakten auf der Turnbank, mit Sprüngen, Akrobatikübungen oder Stolperübungen für Clowns werden allgemeine Lernziele, wie Motorik, Gleichgewicht, Körperbeherrschung und Teamfähigkeit geübt.
  • Sie fördern ihre Kreativität und Planungskompetenz. Es bleibt Raum für die Artisten, eigene Vorstellungen umzusetzen, Kunststücke zu entwickeln – auch ganz ohne Vorerfahrungen.
  • Die Kinder erarbeiten – mit relativ kurzer Probenzeit, mit viel Disziplin und großer Begeisterung und Zielstrebigkeit  ein tolles Programme, das sich sehen lassen kann.
  • Die Kinder erarbeiten Sketche, die auch Kernstücke der Aufführung sind. Diese werden mit theaterpädagogischen Mitteln inszeniert. Die Förderung des Wortschatzes, des Textverständnisses, Lese- und Artikulationsübungen, Förderung der Grammatik geschehen im Kontext dieser Sketche – im Rahmen diese Zirkusprojektes, das alle begeistert.
  • Dabei spielte es keine Rolle, ob man groß oder klein ist, ob man ein Junge oder Mädchen ist, oder ob man im Schulunterricht ein guter oder nicht so guter Schüler ist. Jeder gibt sein Bestes und im Finale sahe wir in viele leuchtende Kinderaugen!